Neujahrsempfang der Grund- und Hauptschule
Gemeinsam in die Startlöcher der Pionierarbeit

 
Schule im Aufbruch, im neuen Jahr auf dem Weg zu neuen Ufern: Yvonne Seiler ist seit kurzen, jedoch Weg weisenden siebeneinhalb Wochen Rektorin der GHS Grötzingen. „Mut, Durchhaltevermögen, Loslassen und die richtige Balance zwi­schen alt und neu herstellen" sind die Herausforderungen des Jahres 2012, sagte die Schulleiterin beim traditionellen Neu­jahrsempfang. Mit dem kommenden Schuljahr soll in Karls­ruhe-Grötzingen eine der 30 neuen Gemeinschaftsschulen des Landes Baden-Württemberg an den Start gehen. „Damit hat Grötzingen ein ganz besonderes Jahr in der Schulgeschichte vor sich", wie Veronika Pepper betonte. Die Vorsitzende des Elternbeirates wies auf die seltene Offenheit der Schulleitung und des Teams an der Schule gegenüber den Eltern und eine Fülle von erstklassigen Voraussetzungen hin, die in Grötzin­gen bereits initiiert wurden, und die nun dem weiterführenden Schulbetrieb zugute kommen. Seit zwölf Jahren praktiziert die GHS bereits ein integratives Bildungsangebot, ein wichtiger Bestandteil einer inklusiven Gemeinschaftsschule, in der Unterricht in Ganztagsform bei individueller Förderung in offenen Lernformen stattfindet. Der ebenfalls geforderte soziale Gedanke und gegenseitige Wertschätzung sind in Grötzingen bereits Programm, wie Andrea Westphal mit Zahlen belegte.
Die Vorsitzende des Fördervereins kann die stolze Anzahl von 18 Arbeitsgemeinschaften an der Grund-und Hauptschule vorweisen, deren gelegentliche Erwähnung an anderen Schulen Erstaunen hervorruft. Der Austausch mit Polen, ein thematischer Elternabend, das Projekt „Mein Körper gehört mir" und viele andere Aktionen finden in der Regie des Vereins statt. „Neben bisher acht Aktiven haben sich aktuell zwölf weitere zu unserem Kreis gesellt, wir sind ehrenamtlich außergewöhnlich gut aufgestellt", freute sich Frau Westphal. Auch der Ortsvorsteher hob das engagierte Zusammenwirken aller Beteiligten besonders hervor, mit denen die neuen Herausforderungen einer Pilotschule im Malerdorf sicher bestanden würden. Über Parteigrenzen hinweg unterstütze der Ortschaftsrat alle Maßnahmen der Bildungseinrichtung: „Jetzt heißt es Pionierarbeit leisten und Ärmel hochkrempeln!"
In dieser Woche wird die Nachricht von der Entscheidung für eine weiterführende Gemeinschaftsschule in Karlsruhe­Grötzingen erwartet. Das Pfinztal hat dieses Konzept bereits mehrfach vorgestellt. Darin wird nach Klasse neun oder zehn ein Hauptschulabschluss möglich, nach Klasse zehn der Realschulabschluss. Danach bietet sich der Übergang in die gymnasiale Oberstufe eines allgemein bildenden Gymnasiums, an berufliche Gymnasien oder in die berufliche Ausbildung.

Die Gemeinschaftsschule: Ein gutes Geschenk fürs neue Jahr, welches man dankend und ohne viel Bedenken annehmen solle, meint Schulleiterin Seiler in Übereinstimmung mit Wil­helm Busch. Und mit dessen gutem Wunsch: „Das, worum du dich bemühst, möge dir gelingen!"
Und es gelang schon etwas Grundlegendes. Inzwischen teilte nämlich der Karlsruher Grünen-Abgeordnete Alexander Sa­lomon mit, dass die Grötzinger Schule ab dem kommenden Schuljahr eine der 30 neuen Gemeinschaftsschulen im Land
wird!                                                                         StS

Nachdruck mit freundlicher Genehmigung aus "Das Pfinztal", Januar 2012

 

   

 

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