Zweitklässler bereichern Grötzingen um ein Apfelbäumchen

Am 28. Februar pflanzte die Klasse 2c der GHS Grötzingen unter fachmännischer Leitung einen „Rheinischen Winterrambour“ in der Nähe des Hühnerlochwehrs.

Schon länger hatten sich die Schülerinnen und Schüler der Klasse 2c mit verschiedenen Apfelsorten beschäftigt und vor einiger Zeit einen Ausflug zu den Obstbäumen des Augustenbergs unternommen. Im letzten Jahr entstand schließlich der Wunsch nach einem eigenen Apfelbaum.

Lange hatten die Zweitklässler dem Pflanztermin entgegengefiebert – am vergangenen Montag war es dann soweit: unter versierter Aufsicht von Andreas Siegele vom hiesigen Obst-, Wein- und Gartenbauverein (OWG) durften die Kinder ein Apfelbäumchen in die Erde setzen. Als Pflanzort hatte Ortsvorsteher Thomas Tritsch einen Platz in der Nähe des Hühnerlochwehrs genehmigt, der OWG einen „Rheinischen Winterrambour“ gestiftet und Petrus frühlingshafte Sonnenstrahlen zur fröhlichen Gemeinschaftsaktion geschickt.

baumpflanzaktion 2c
baumpflanzaktion 2c

Begleitet von Lehrern und Eltern verfolgten die Kinder gespannt das Ausheben des Pflanzlochs. Anschließend durften die Mädchen und Jungen selbst tatkräftig beim Wurzel- und Triebebeschnitt sowie Einpflanzen und Befestigen des dreijährigen Baumes mithelfen. Fleißig hantierten sie mit Spaten, Rechen und Hammer, so dass ihre Wangen bald roten Apfelbäckchen glichen. Mit einer Erinnerungstafel markierten die Schülerinnen und Schüler der Klasse 2c anschließend stolz die Pflanzstelle beim Hühnerlochwehr und übergaben Andreas Siegele ein selbstgebasteltes Baumbild als Dankeschön.

Nach getaner Arbeit konnten sich „kleine und große Gärtner“ dann erst einmal stärken. Bei Apfelkuchen, Apfelsaft und Apfeltee kam man beim geselligen Beisammensein rasch vom „Hölzchen aufs Stöckchen“ und erfuhr nebenbei so manch Wissenwertes über den „Rheinischen Winterrambour“.

Bis zur Ernte der ersten Früchte müssen die Schülerinnen und Schüler jedoch noch ein wenig warten: in circa fünf bis sechs Jahren wird der Baum die ersten Früchte tragen. Bis dahin – so versprachen die Zweitklässler – werden sie „ihren“ Apfelbaum beim Spaziergang durch das Malerdorf immer wieder gerne besuchen.
 

Rheinischer Winterrambour

Herkunft,Abstammung

Zufallssämling, Herkunft unbekannt, vermutlich sehr alte Sorte
früher weit verbreitete Marktsorte des bäuerlichen Hochstammanbaus

Beschreibung

mittelgroß bis groß, plattrund und stark gerippt
Deckfarbe verwaschen mattrot, Schale glatt

Geschmack

hauptsächlich Wirtschaftssorte
mäßig saftig, säuerlich, später mürbe

Reifezeit,Lagerung

Anfang Oktober
haltbar bis April

Baum, Wuchs

starker Wuchs,
Krone breit und weit ausladend

Eigenschaften

nur schwach anfällig für Mehltau, kaum Schorf
auf schweren Böden Krebs möglich
relativ unempfindlich gegenüber Schädlingen
triploide Sorte, als Befruchter ungeeignet

Bemerkungen

gesunde, langlebige Sorte für den extensiven Streuobstbau
trockene und frostgefährdete Lagen meiden
reichtragende Sorte, Fruchtqualität aber nur durchschnittlich

 

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