„Hier entsteht eine Wildbienenwand" , kann man auf dem Schildchen lesen, doch der kleine Fachwerkbau auf dem Foto kommt Ihnen irgendwie bekannt vor? Richtig: diese „Schilderhäuschen" standen viele Jahre an den Grötzinger Ortseingängen und kündigten das Malerdorf und so manche Veranstaltung im Ort an. Nachdem sie sichtlich gealtert waren, auch durch das „Nicht-entfernen" überholter Plakate, schmücken seit 2008 drei Metallstelen mit markantem Logo die Ortseingänge. Jetzt hat eines der alten hölzernen „Dächer auf Stelzen" ein neues Zuhause bekommen und demnächst wird ihm noch eine zweckmäßige, naturschützerische Zukunft verpasst - im Schulhof.
„Dafür hat der Grötzinger Bauhof dem Häuschen das Fundament für einen bombenfesten Stand verpasst und in Eigenarbeit werden wir das Dach sanieren", sagt Herr Posmek, Lehrer der BvE- und Außenklasse der Albschule in Grötzingen. Seine Schüler gestalten in der ehemaligen Anzeigentafel eine Wildbienenstation, in bestens bewährter Zusammenarbeit mit der Fee des Schulgartens, Waltraud Frey. Das Amt für Umweltschutz der Stadt Karlsruhe ist ein weiterer Kooperator beim Vorhaben. Es erstellte ein Programm zur Förderung von Wildbienen im Garten für Schulen und Kindergärten, welches das Anbieten geeigneter Nistgelegenheiten vorschlägt und unterstützt. Etliche Wildbienen siedeln in Biotopelementen wie Trockenmauern oder schütter bewachsenen, sandigen Flächen, die meisten lassen sich jedoch durch Nisthilfen in entsprechend bearbeiteten Holzblöcken ansiedeln.
Nun werden Äste gebohrt und gehobelt und zusammengefügt, was dazugehört, damit viele verschiedene Bienen Unterschlupf finden und im Schaugarten bei der Schule bei Nahrungssuche und Aufzucht des Nachwuchses beobachtet werden können. Alle im Schulhaus stimmten dem Vorhaben zu, denn schließlich arbeiten im Projekt Gemeinde, Schule und Schüler gemeinsam für den Naturschutz und ein Lehrstück zugleich! StS
Nachdruck mit freundlicher Genehmigung aus "Das Pfinztal" |
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