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Abschlusszeugnisse und Feier in der GHS
Ob Schule, Leben oder Spiel: Alles hat Regeln
Der Flötenchor „Pfefferkörner " unter der Leitung der Geschwister Staudt hatte zum Auftakt bereits „eingeheizt" (Rektor Karg) und der Regen trommelte unüberhörbar auf den Oberlichtern, während sich in der Aula eine heitere Stimmung entfaltete: Sieben von acht Neuntklässlern waren gekommen, um ihre Abschlusszeugnisse in Empfang zu nehmen.
Die Feier markiert einen Abschluss, aber sie sollte gleichzeitig ein Neuanfang darin sein, „sich selbst weiter zu bilden, weiterhin Wissen und Bildung zu erwerben und mit Neugierde Talente zu entdecken", gab Ortsvorsteher Thomas Tritsch den ehemaligen Hauptschülern mit auf ihren weiteren Werdegang. „Nicht jeder, der nach Indien fährt, entdeckt Amerika, aber Lernen macht fit für die Zukunft", riet er ihnen und machte Mut: „Packt euer Leben an, gestaltet es!"
„Vielleicht trauern sie uns bald nach, die Eltern und die Schüler?", fragte Rektor Karg ein wenig sentimental und erinnerte an alle Unterstützer dieses Jahrgangs, angefangen bei Frau Schweinfurt und Herrn Haschka, weiterführend über sämtliche Lehrer, Elternvertreter und andere, die mithalfen „eure Persönlichkeiten zu entwickeln". Wie bisher in jedem Jahr hatte Rudolf Karg ein symbolträchtiges Abschiedsgeschenk für seine Schüler: „Ein Spiel für jeden, denn Schule heißt nicht nur lernen, sondern auch spielen. Das Leben ist auch ein Spiel, man kann gewinnen oder verlieren und Spiele sind mit Regeln versehen, so wie die Schule Grenzen gesetzt hat und im Leben Regeln eingehalten werden müssen!" Manchmal sei es frustrierend, wenn nicht gleich der große Wurf gewonnen wird, aber dem zum Trotz: „Packt zu! Wir wünschen euch, dass ihr zum großen Ziel kommt!"
Erleichterung bei der langjährigen Klassenlehrerin Sigrid Köster: „Es ist geschafft und ihr habt es geschafft!" Und dies, obwohl die Lehrer die Messlatte hoch gelegt hatten und die kleine Menge von acht Schülern in einer Klasse nicht von Vorteil war, denn: „Wie soll man sich hinter dem Rücken seines Vordermannes verstecken, wenn es den gar nicht gibt?" Auch sie erinnerte daran, dass ein Abschlusszeugnis der Schule nur ein „Tagessieg" im Leben sei. Bildung allerdings ist ein kostbares Gut, nicht nur dann, wenn sie selbst erworben wird, sondern auch, wenn man sein Wissen weiter geben kann. Denn: „Der hat sein Leben am besten verbracht, der anderen Menschen Freude gemacht!"
Rektor Karg belobigte zwei Schüler besonders, jeweils für eifriges Engagement in der SMV und für schulische Leistungen. Die Klasse acht stellte ihre „Vorläufer“ in einer peppigen Diaschau vor und die neunte verabschiedete sich mit Sketchen und ein wenig Selbstironie von ihrer Schule. Die Pfefferkörner überraschten ihr Publikum ein zweites Mal musikalisch mit „STOMP" und ungewöhnlichen Musikinstrumenten, und zwei Pianistinnen, jeweils aus einer vierten Klasse, entzückten das zahlreiche Publikum mit ihrem Spiel.
Mit einem kleinen Imbiss klang die Hauptschulzeit für Aliihsan, Elisabeth, Franci, Lena, Marvin (der Fachmann am Laptop), Matthias, Sebi und Valeriya endgültig aus. StS — Foto: GHS
Nachdruck mit freundlicher Genehmigung aus "Das Pfinztal"

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