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Schulentlassfeier mit fröhlichen Gesichtern und Zuversicht

Eine muntere Schar fesch gekleideter junger Leute stand Mitte Juli im Mittelpunkt der Feier in der Schulaula. 22 Absolventen hatten mit - teils beachtlich guten Noten - ihren Hauptschulabschluss erlangt und wurden in gelöster Atmosphäre verabschiedet. Dass dieser „Freitag der 13." in der Erinnerung ein Glückstag für die Entlassschüler sein solle, wünschte Ortsvorsteher Thomas Tritsch den jungen Menschen am Beginn ihres neuen Lebensabschnitts. Humorig warb er für lebenslanges Lernen, denn Wissen sei im modernen Leben zur entscheidenden Quelle des Fortkommens geworden. „Bildung ist kein Dickmacher, eher macht sie Spaß und bringt Erfolgserlebnisse, wenn einem ein Licht aufgeht".

Rektor Rudolf Karg wollte zunächst seinen Zorn über gewisse Presseverlautbarungen zur Hauptschule nicht verbergen. „Hauptschüler senken den Blick" sei eine völlige Verkennung der Leistungen dieses Schultyps und seiner Schülerinnen und Schüler, auch angesichts des zu erwartenden Mangels an traditionell aus der Hauptschule kommenden Fachberufen. Doch Wissen allein sei nicht alles, man müsse auch lernen mit sich selbst und untereinander auszukommen. Mit einer kleinen Parabel unterstrich er den Erfolg des „Nutzenbringens" gegenüber dem „Ausnutzen". „Behaltet eure fröhlichen Gesichter und verliert euch nicht aus den Augen!", gab er den Schulabgängern mit auf den Weg, zusammen mit dem Teil einer Gliederkette für jeden.
„Lebenslanges Lernen, von dem auch die Lehrer nicht verschont bleiben, macht in unserer schnelllebigen Zeit die Entscheidung zur Berufswahl schwer. Daher haben auch die meisten aus dieser Klasse eine schulische Weiterbildung für ihren weiteren Weg gewählt", blickte Klassenlehrer Herr Gaßner in die Zukunft, bevor er einen kleinen Blick zurück wagte: „Viele von euch hatten ihren wahrhaft eigenen Kopf, aber wir haben uns immer wieder zusammengerauft und zuletzt haben alle bemerkt, welchen Wert eine funktionierende Gemeinschaft hat!" Trotz manchem „Zoff" werden ihm seine Schüler fehlen, meinte er.
Die Elternvertreterinnen, Frau Aniol-Hetzel und Frau Deufel, riefen mit einem besonderen ,ABC' Charakterstärken und -schwächen ins Gedächtnis aller und die Klassensprecher verbanden den Rückblick auf Vergangenes mit einem Dank an ihre Lehrer.
Jedes Jahr wird in Grötzingen ein Geldpreis der Gerhard-Hauenstein-Stiftung an einen oder mehrere Schüler der Entlassklasse verliehen. Herr Tritsch freute sich, diese Auszeichnung für besonderes Engagement diesmal an Pascal Hetzel vergeben zu können. Herr Karg vergab drei Preise der Schule. Er ehrte Sabine Deufel und Thomas Svejkovsky für die besten Notendurchschnitte und verlieh den "kleinen Schulpreis für besondere Leistungen" an Lisa Kindler.
Die Feier wurde von Sabine Deufel am Flügel musikalisch stimmungsvoll umrahmt und mit Sketchen und Tänzen brachten die Absolventen zusätzlich Spaß und Schwung in die Aula. Während des kleinen Festaktes war den ehemaligen Neuntklässlern Freude und Zuversicht in die fröhlichen Gesichter geschrieben. Wenn ihnen dies so erhalten bleibt, braucht man um ihre Zukunft nicht bange zu sein.
StS

Nachdruck mit freundlicher Genehmigung aus "Das Pfinztal"

 

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