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Vorwort des Bürgermeisters

Verehrte Damen und Herren,
ich habe die Ehre und das Vergnügen, Ihnen Zmigród vorzustellen, eine kleine Stadt in der Niederschlesischen Wojewodschaft in der Mitte des Talkessels Kotlina Zmigród zka, an der Einmündung des Flusses Sasiecznica in die Barycz. Das heutige Bild der Stadt und Gemeinde Zmigród gestalten die ins X. Jahrhundert reichende Geschichte, die daraus entstehende Tradition sowie die Gegenwart.
Ich denke, dass diese Veröffentlichung Sie zum Besuch unserer "kleinen Heimat" anregen wird. Das ausgezeichnete Telekommunikationsnetz sowie Eisenbahnlinien und Straßen verbinden uns mit dem ganzen In- und Ausland. Die Gemeinde Zmigród ist vor allem für ihre Naturreize bekannt - unser Stolz ist der in Europa einmalige Landschaftspark des Flusstals der Barycz.
Die Entwicklung der Infrastruktur wurde in unserer Gemeinde der umweltschützenden Produktion sowie dem Fremdenverkehr unterordnet.Deshalb ist die Selbstverwaltung an der Entwicklung und Innovationen in den ökologischen Unternehmen interessiert - die potentiellen Investoren können auf allseitige Hilfe der lokalen Verwaltung zählen.
Ich hoffe, die Zusammenarbeit wird gegenseitige Zufriedenheit eintragen und potentielle Investoren und Touristen aus dem In- und Ausland anziehen.Wir laden Sie zur Zusammenarbeit und zum näheren Kennen lernen des schönen und gastfreundlichen Landes Zmigród ein.
Bürgermeister Zdzislaw Sredniawski

Geschichte

Die sagenumwobenen Anfänge Zmigród s reichen in die 3. Periode der Bronzezeit. Die neue Siedlung entstand im Jahre 1253 am Ufer der Barycz, gegenüber der alten slawischen Siedlung Zunigrod. Im selben Jahr erhielt sie die Stadtrechte. Paradox ist, dass die Stadt ihre Entstehung dem Tatarenüberfall verdankt, der Schlesien 1241 verwüstete. Die Anlegung der neuen und der Wiederaufbau alter Siedlungen wurde vom Breslauer Herzog Henryk III. durchgeführt. Die Wehrburg wurde mit einer festen Palisade sowie Erdwall und Wassergraben umgeben. Errichtet hatte man auch zwei Tore, die erst 1819 abgetragen wurden.
In der Vergangenheit war Zmigród auch Sitz des Baronats - der König Wladyslaw Jagiellonczyk erhielt die Stadt als Lehen, das er dem deutschen Feudalherrn Siegmund Kurzbach schenkte. Doch das Unglück verschonte die schöne Stadt leider nicht. Vernichtet haben sie die Handlungen des 30-jährigen Krieges, Seuchen, Brände, darunter der größte am Anfang des XVI. Jahrhunderts. Auch der 7jährige Krieg, Durchzüge der österreichischen. preußischen und russischen Truppen haben ihre Entwicklung stark behindert. Eine ähnliche Situation erlebte die Stadt am Anfang des XIX. Jahrhunderts, als Zmigród nach dem Ausbruch des französisch-preußischen Krieges abwechselnd die Bayern, Franzosen und Preußen besetzten. Sogar die russischen Soldaten haben sich hier bei der Verfolgung der Napoleonischen Truppen blicken lassen.Einige Zeit verbrachten hier der Russische Zar Alexander, der Preußische König Friedrich Wilhelm III., Großherzog Konstantin und Feldmarschall Kutusow. Während des Treffens im Zmigród er Schloss wurde die Strategie der entscheidenden Etappe des Krieges gegen Napoleon bearbeitet.
Im Jahre 1931 war im Schloss zu Gast der Reichskanzler Dr. Brüning, der mit den Vertretern der Stadt über die Besserung der wirtschaftlichen Situation der damals östlichen deutschen Gebiete sprach. Die Wende des XIX. zum XX. Jahrhundert war die Zeit intensiver Migration der Bevölkerung in die zentralen Gebiet des deutschen Staates. 1939 hatte die Stadt 4516 Einwohner. In den 40-er Jahren wurden über Zmigród die Transporte der Zwangsarbeiter nach Deutschland gebracht. Der Krieg endete im Jahre 1945, als das X. Panzergardekorps der 4. Panzerarmee des Oberstgenerals Dmitrij Leluszenko Zmigród am 23. Januar erreichte. Nach eintägigen Straßenkämpfen wurde die deutsche Garnison besiegt. Nach dem Kriege war Zmigród zerstört und vermint, die Burg der Hatzfelder verbrannt - obwohl es die Kriegshandlungen fast unversehrt überstanden hatte.

Sehenswürdigkeiten

Park
Der ausgedehnte Altholzbestand mit der Burgruine am Fluss Barycz bildet ein wertvolles Landschaftsobjekt. Der charakteristische Waldtyp ist hier der Bruchwald. Grundelemente des Parks sind dichte Laubbaumbestände mit Übermacht der Stieleiche mit einigen Schwarzerlen, Buchen, Ahornen und Eschen. Die Bäume sind in verschiedenem Alter: von 80 bis zu 150 Jahren. Unter anderen Bäumen zeichnen sich Gruppen der jungen Katalpa, Weimutskiefer, Roteiche, Platane acerifolia und Sumpfeiche aus.

Burg
Die Burg wurde im XIV. Jahrhundert am linken Barycz-Ufer errichtet. 1560 entstand innerhalb der Burgmauer ein Wohnwehrturm, ein vierstöckiges Feldsteinbauwerk mit angebautem, von Zinnen gekröntem Türmchen mit Treppe.1579 und 1605 sind in der Burg Brände ausgebrochen, die ernste Schäden angerichtet haben. Während des Dreißigjährigen Krieges war sie mehrmals belagert. 1642 hat die Burg der schwedische Heerführer Torstenson erobert, der sie befestigt und 8 Jahre lang als Ausfallsbasis genutzt hat.In den Jahren 1655-1657 hat die Burg der damalige Besitzer Zmigród s, Melchior Hatzfeld, ausgebaut. 1691 wurde sie befestigt. Nach zahlreichen Umbauten in der 2. Hälfte des XVIII. Jahrhunderts wurde sie zur barocken Magnatenresidenz. Während des letzen Weltkrieges ist sie nur wenig beschädigt worden.

Pfarrkirche
Die Kirche steht an der Ostseite des Marktes. Ihr Bau begann 1597 an Stelle der alten Kirche, die auseinandergelegt und an einem anderen Ort wiederaufgebaut wurde. Nach der Fertigstellung des Bauwerks stellte sich heraus, dass sein Turm zu stürzen drohte. Um den Sturz zu verhindern, wurden Stützmauern angebaut, die bis heute erhalten geblieben sind.
1702 ist die Kirche verbrannt und 1723 wiederaufgebaut worden. Heute führt ins Innere der dreischiffigen Basilika ein Renaissanceportal, über dem das Wappen des Stifters Schaffgosch und seiner Frau Katharina sichtbar ist. In der Kirche befinden sich Bilder aus dem XVII. und XVIII. Jahrhundert. An den Außenwänden gibt es Grabsteine, manche aus dem XI. Jahrhundert.

Naturschutzgebiete und Naturdenkmäler

Die Gemeinde Zmigród hat eine reiche Tier- und Pflanzenwelt mit herrlichen Gattungen rarer Pflanzen und Tiere, bemerkenswert sind auch einmalige Landschaftsformen. Zum Schutz dieser entstanden sind:- Landschaftspark "Dolina Baryczy" mit einer Fläche von 8700 ha, 1996 gegründet, einer der interessantesten und wertvollsten dieses Typs in Europa.
Reservat "Stawy Milickie" - Komplex Radziadz, 1973 gegründet, ein Fragment des Naturschutzgebietes Rezerwaty Milickie. Er schützt das Wasser- und Sumpfmilieu sowie die dort nistenden seltenen Wasservogelarten. Die Gesamtfläche des Schutzgebiets beträgt 1046 ha,das Reservat "Stawy Milickie" - Komplex Jamnik, ebenfalls 1973 gegründet, nimmt 356 ha ein.
Eine Besonderheit ist auch das Baumreservat Radziadz - mit einer Fläche von 8 ha. Hier wächst eine 120-jährige Eiche.
Ein weiterer interessantes Naturdenkmal ist die 130-jährige Eiche in dem 6 ha großen Baumreservat "Zmigród ek".Außerdem gibt es hier 4 Naturdenkmäler - prächtige Eichen im Alter von 300 - 400 Jahren und mit Stammumfang von 2,5 bis 4,6 m.
Die kluge Politik der lokalen Verwaltung und vor allem das Bewusstsein der Einwohner lassen uns hoffen, dass Zmigród als eine der interessantesten Städten der Region die Touristen und Kunstliebhaber sowie alle, die Sinn für das Schöne haben, anziehen wird....

Gegenwart

Die Gemeinde Zmigród liegt im Gebiet der Mittelpolnischen Tiefebenen, in der Makroregion der Niederung Obnizenie Milicko -Glogowskie und Mesoregion Talkessel Kotlina Zmigród zka im Norden der Niederschlesischen Wojewodschaft. Von der Nordseite grenzt die Gemeinde an die Gemeinde Rawicz, im Osten an die Gemeinde Milicz, im Südosten Gemeinde Trzebnica, im Süden Gemeinde Prusice, im Südwesten Wolow und im Westen Winsko. Die Gesamtfläche der Gemeinde beträgt 292 km². Die nördlichen und östlichen Gebiete der Gemeinde bedecken große Waldkomplexe, die 29 % der Gesamtoberfläche der Gemeinde einnehmen.
 In der Nähe der Dörfer Niezgoda, Radziadz, Ruda Zmigród zka, Osiek Jamnik und Sanie liegen die großen Fischzuchtteiche mit der Gesamtoberfläche von 1427 ha, d.h. 4,5 % der Gemeindefläche.
Die Fischzuchtbetriebe züchten hauptsächlich Karpfen für den in- und ausländischen Markt. Eine Attraktion für Angler bilden die kommerziellen Angelstellen. Das Oberforstamt Zmigród beschäftigt sich mit der Produktion von Ziersträuchern, z.B. der Rhododendren in natürlichem Waldmilieu. Diese Methode ist ganz neu. Unsere Wälder sind Erhaltungsgebiet für Hirsche, Damwild, Rehe usw. Die Jagdreviere erfreuen sich großer Beliebtheit bei den Jägern aus dem In- und Ausland.
Die Einwohnerzahl der Gemeinde beträgt 15.258, wovon 6.477 Personen in der Stadt und 8.781 in den übrigen 30 Ortschaften leben. Die Wirtschaft der Gemeinde stützt sich auf Zucht und Ackerbau. Die großen und kleineren landwirtschaftlichen Betriebe arbeiten u.a. mit der Genossenschaftsbank und privaten Unternehmen. Doch der Bedarf an Unternehmen dieser Art ist lange noch nicht gedeckt. Deshalb werden Investoren für die lebensmittelverarbeitende Industrie gesucht. Die Stadt bietet ihnen freie erschlossene Gelände, Gebäude und andere Objekte, hauptsächlich der aufgelösten staatlichen Güter. Es gibt aber auch andere Unternehmen in der Gemeinde, besonders in der Stadt Zmigród . Hier sind Handel und Dienstleistungen gut entwickelt. Fast jeder Wirtschaftszweig - von der Lebensmittelbranche bis zur Kfz-Mechanik, Spedition, Bauwesen - haben bei uns ihre Vertreter. Bemerkenswert ist die dynamische Entstehung immer neuer Firmen. Bei uns haben ihren Sitz auch solche Institutionen wie das experimentelle Geleise des Eisenbahnwissenschaftszentrums in Warschau oder das Forschungsinstitut für Straßenbau. Seit vielen Jahren arbeitet hier Energomontaz Zachod, Spezialist für Stahlkonstruktionen.
Insgesamt sind heute in der Gemeinde über 800 Unternehmen registriert.

Kultur

Die Verbreitung der breit gemeinten Kultur und Bildung ist Aufgabe des Kulturstättenkomplexes mit Sitz in Zmigród . Der Komplex setzt sich zusammen aus:

  • Zmigród er Kulturzentrum in Zmigród
  • Öffentliche Stadt- und Gemeindebibliothek namens Aleksandra Kaminskiego in Zmigród und ihre Zweigstellen in den Dörfern Korzensko, Radziadz, Barkowo und Powidzko
  • Dorfkulturzentrum in Korzensko
  • Sport- und Erholungszentrum in Zmigród
  • Dorfklubs.

Das Zmigród er Kulturzentrum führt Kultur-, Bildungs- und Rekreationstätigkeit. Hier wirken die Volksgruppe und Volkskapelle "Dyszel", die im In- und Ausland auftreten. Im Kulturzentrum gibt es außerdem zwei Rockgruppen, Kindertanzgruppe "Tiko", Moderntanzgruppe für Jugendliche "Lizaki" und mehrere Sektionen: Plastik, Tischtennis, Bodybuilding, Karate, Schach, Bridge und Seniorenklub.
Die Öffentliche Bibliothek der Stadt und Gemeinde besitzt zusammen mit den Zweigstellen 100.000 Bücher, die von 5.000 Lesern benutzt werden.
Das Sport- und Erholungszentrum verfügt über mehrere Sportobjekte: Fußballplatz mit Tribüne und Leichtathletikbahn, zwei Asphaltsportplätze, Zeltplatz für 50 Zelte, Pavillon mit Garderoben und Sanitätsräumen, überdachte Bühne und Schwimmbecken (50 m x 25 m) mit Schwimmer-, Nichtschwimmer- und Planschbecken. Das Sport- und Erholungszentrum veranstaltet unter anderem Sportfeste, Fußballturniere, Dorfwettbewerbe, Erntedankfeste und die Aktion "Sommer" in der Badesaison.
Die Tätigkeit der freiwilligen Feuerwehr wird von der Gemeindeverwaltung der Freiwilligen Feuerwehr koordiniert. In der Stadt und Gemeinde Zmigród gibt es 13 Feuerwehreinheiten, darunter 7 des Typs "S", die über 12 Feuerwehrfahrzeuge verfügen. Das neue Gebäude in Zmigród bildet die technische Basis für alle Einheiten. Die Feuerwehr steht im Funkverkehr mit den nächsten Feuerwehreinheiten in der Gegend.

 

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