Tipps zum Umgang mit Kinderbüchern

Kinder brauchen beim Lesen Anteilnahme und Verständnis
In den ersten Lebensjahren sind Kinder mit Büchern nicht gern allein. Sie brauchen verständnisvolle Unterstützung beim ersten Kontakt mit dem Buch, bei der Auswahl und dem Verstehen der Texte. Erwachsene oder ältere Kinder können ihnen als interessierte Gesprächspartner sehr helfen.

Die  Maßstäbe der Erwachsenen sind nicht die der Kinder
Erwachsene orientieren sich bei der Auswahl von Bilderbüchern oft an den Bucherlebnissen ihrer Kindheit. Ihr Geschmack bestimmt die Buchauswahl. Sie bedenken nicht, dass das Angebot an Kinderbüchern wesentlich erweitert wurde und ihre Kinder sich auch mit Büchern auseinandersetzen sollten, die Probleme von heute widerspiegeln.

Das Bücherangebot sollte vielseitig sein
Das Bücherangebot sollte vielseitig sein, um verschiedene Interessen der Kinder anzuregen, sie mit dem Reichtum der künstlerischen Ausdrucksmöglichkeiten vertraut zu machen und ihnen erste Eindrücke von der Vielfalt unserer Welt zu vermitteln.

Kinderbücher gibt es fast überall
Die vielen Orte, an denen es Kinderbücher gibt, sollten von Eltern genutzt werden. Büchereien, Buchklubs, Bücherbusse und Buchhandlungen bieten dazu genügend Gelegenheit. Die meisten Büchereien schaffen mit Leseecken und Spielen in der Kinderbuchabteilung ein Leseklima, in dem sich Kinder gerne aufhalten.

Der Zugang zu Büchern muss Kindern leicht gemacht werden
Kinderbücher gehören zum Alltag des Kindes, sie sind Gebrauchsgegenstände, mit denen das Kind lernen muss umzugehen. Aus diesem Grund sollten sie ständig verfügbar sein und keinesfalls dem Zugriff der Kinder entzogen werden.

Mädchen und Jungen haben die gleichen Interessen
Die Auffassung, dass Mädchen andere Bücher brauchen als Jungen ist überholt. Die gesellschaftlichen Veränderungen erfordern heute, Jungen und Mädchen mit denselben Problemen zu konfrontieren.

Auch Kinderbücher brauchen Platz
Kinder sollten die Möglichkeit haben, ihre Bücher übersichtlich aufzubewahren. Sie müssen für sie leicht er-reichbar sein, in einem Bord, einer Lade, einem Kastenregal, wo sie Kinder schnell finden können. Diese erste Ordnung kann den Grundstein für eine spätere eigene Bibliothek bilden.

Mit Hingabe beschäftigen sich Kinder dort mit Büchern, wo sie sich wohl fühlen
Durch Ruhe, Geborgenheit und eine entspannte Umgebung lernen Kinder eher, sich mit Genuss einem Buch zuzuwenden. Ein gemütlicher Lehnstuhl, ein weicher Boden, ein bequemes Bett: Das könnten Leseecken für Kinder sein, die Eltern für sie einrichten sollten.

Bilderbücher lassen sich selbst machen
Wenn Erwachsene mit Kindern Bilderbücher aus Fotos, Zeichnungen und ausgeschnittenen Bildern herstellen, regen sie damit nicht nur die Aktivität ihrer Kinder an. Sie vermitteln damit das Erlebnis, dass sich eigene Ideen und Wünsche verwirklichen lassen.

Kinder brauchen Zeit, um sich in Bücher zu vertiefen
Kinder sollten beim Betrachten von Büchern nicht unvermittelt gestört werden. Die Fähigkeit, sich in eine Sache zu vertiefen und sich zu konzentrieren, kann durch den Umgang mit Büchern gefördert werden.

 

--------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------