Schulkinder benötigen eine ausgewogene Ernährung
Was steckt wohl in der Schultüte?
So lange ist es nun auch wieder nicht her,da hat man sie selbst leuchtenden Auges zur Schule getragen: die Schultüte. Und das, was sie damals bezwecken sollte,soll sie auch heute noch erreichen: Mut zu machen und Trost zu versprechen für den ersten Schritt in eine neue Welt.
Leider ist sie in vielen Fällen noch eher eine „Zuckertüte“: süße Schleckereien aller Art sind der überwiegende Inhalt.
Doch es geht auch anders, vor allem gesünder, genauso schmackhaft und interessanter.
„Zutaten" für eine Schultüte
- Obst (z. B. ein rotbackiger Apfel, eine Mandarine, Aprikosen)
- frisches Gemüse (z. B. Möhren, Radieschen)
- Vollkorngebäck (z. B. selbst hergestellt)
- Studentenfutter
- ungesalzene Nüsse
- Fruchtsaft im „Emil“
- eine hübsche Dose für das tägliche Frühstücksbrot
- kleine Artikel des Schulbedarfs
- kleine Spielsachen
Einmaleins der richtigen Ernährung
Was mit der Schultüte begonnen wurde, sollte auf jeden Fall beim Frühstück zu Hause und in der Schule fortgesetzt werden: nämlich eine überlegte und ausgewogene Kost für unsere Schulneulinge. Dies ist die beste Voraussetzung, um die gängigen Ernährungsfehler: zu süß, zu fett und zu salzig zu vermeiden.
Abwechslungsreich und vollwertig ernähren bedeutet, dass Schulkinder drei Hauptmahlzeiten und zwei Zwischenmahlzeiten bekommen mit Vollkornprodukten, viel frischem Obst und Gemüse, frischer Milch und Milchprodukten, ab und zu Eier und mageres Fleisch.
Möglichst sparsam Zucker und Süßigkeiten sowie dosierter Umgang mit Streichfetten und Salz ist zu empfehlen, für den Durst Mineralwasser, Fruchtsäfte, ungezuckerte Früchte und Kräutertees.
Der derzeit übermäßige Zuckerkonsum vieler Kinder ist die Hauptursache von Karies und begünstigt außerdem Übergewicht. Durch süße Alternativangebote von beispielsweise frischem Obst oder damit gesüßten Joghurt / Quarkspeisen und Milchmixgetränken wird das starke Bedürfnis nach Zucker mit der Zeit zurückgehen.
Frühstücken weckt die Lebensgeister
Die beste Starthilfe für einen Schultag gibt ein in Ruhe eingenommenes Frühstück möglichst gemeinsam mit den Eltern. Dazu ist ein rechtzeitiges Wecken des Kindes erforderlich.Ein Frühstück sollte nicht alle Tage nur aus Marmelade oder Nussnugataufstrichbroten bestehen. Durch ein abwechslungsreiches Angebot, bei dem das Kind auch seine eigenen Wünsche äußern kann, lassen sich Attraktivität und Gesundheitswert steigern.
Das gehört zu einem Fitnessfrühstück
Vollkornprodukte (Brot, Brötchen, Knäckebrot, Haferflocken, ungesüßte Müslimischungen)
Milch oder Milchprodukte (frische Vollmilch, Quark z. B. Quark- Marmeladenbrot, Joghurt, Käse)
frisches Obst oder Gemüse (z. B. Joghurt/Quark mit kleingeschnittenem Obst)
Tipp für das Pausenbrot
Das „frische“ Brot: Eine dünne Scheibe Vollkornbrot bestrichen mit wenig Butter, eine halbe Scheibe Gouda 45 % F.i.Tr. oder magere Wurst, ein Salatblatt, ein Radieschen, dazu eine kleine Möhre.
Quelle: KM/ LAG Stuttgart |